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Wissenschaft

PEM und Long-Covid: Wichtige Erkenntnisse für Betroffene

Long-Covid ist ein komplexes Syndrom, das viele Betroffene betrifft. In dieser Analyse erfahren Sie mehr über Post-Exertional Malaise (PEM) und dessen Bedeutung für Patienten.

Sophie Lange14. Juni 20262 Min. Lesezeit

## Mythos: Long-Covid ist einfach nur ein weiteres Virus Viele Menschen glauben, Long-Covid sei lediglich eine verlängerte Erkältung oder Grippe, die sich über einige Wochen hinzieht.

Diese Sichtweise ist jedoch stark vereinfacht. Long-Covid ist ein komplexes Syndrom, das eine Vielzahl von Symptomen hervorruft, die weit über eine normale Virusinfektion hinausgehen. Betroffene können jahrzehntelang gesunde Menschen sein, die plötzlich mit chronischer Müdigkeit, Atembeschwerden oder neurologischen Problemen konfrontiert sind, und das oft ohne eine klare medizinische Erklärung.

Mythos: PEM betrifft nur Menschen mit schweren Covid-Verläufen

Es herrscht der irrigere Glaube, dass Post-Exertional Malaise (PEM) nur bei Menschen auftritt, die während ihrer Covid-Infektion schwer krank waren. Tatsächlich kann PEM auch Menschen betreffen, die milde oder sogar asymptomatische Verläufe hatten. Die Mechanismen hinter PEM sind noch nicht vollständig verstanden, aber es ist klar, dass jeder, unabhängig vom Schweregrad der COVID-19-Erkrankung, anfällig für diese Form der Erschöpfung sein kann.

Mythos: Erholung erfolgt schnell mit Bewegung

Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass regelmäßige körperliche Bewegung den Heilungsprozess bei Long-Covid beschleunigt. Während körperliche Aktivität für die meisten Menschen gesund ist, kann sie bei Long-Covid-Patienten mit PEM das Gegenteil bewirken. Überanstrengung kann zu einer signifikanten Verschlechterung des Wohlbefindens führen, was als "Post-Exertional Malaise" bekannt ist. Dies bedeutet, dass Patienten nach körperlicher oder geistiger Anstrengung unter einer starken Erschöpfung leiden können, die Tage bis Wochen andauert.

Mythos: Long-Covid ist eine psychiatrische Erkrankung

Ein weiterer weit verbreiteter Mythos ist, dass die Symptome von Long-Covid psychosomatisch sind und hauptsächlich aus psychischen Erkrankungen resultieren. Während psychische Gesundheit definitiv eine Rolle spielt und viele Patienten unter Angst oder Depressionen leiden, sind die physiologischen Symptome real und messbar. Bei der Diagnose von Long-Covid sind genauere medizinische Untersuchungen erforderlich, um organische Ursachen für die Symptome auszuschließen.

Mythos: Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten

Ein weit verbreiteter Glaube ist, dass es für Long-Covid und PEM keine effektiven Behandlungsmöglichkeiten gibt. Das stimmt so nicht. Verschiedene Ansätze, wie z. B. rehabilitative Maßnahmen, medikamentöse Therapien und psychologische Unterstützung, können helfen, die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern. Zudem wird die Forschung ständig vorangetrieben, um neue Erkenntnisse über Long-Covid zu gewinnen und effektive Behandlungsstrategien zu entwickeln.

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